Skip to content

Onlinekommunikation: Neue Wege, neue Regeln (Teil 3: Soziale Netzwerke)

15. November 2009

Media_httpfarm2staticflickrcom12471263985679b53419d85ajpg_xkktojyhyvxfbcv

Neulich am Flughafen: Eine freundliche Dame spricht mich in Sachen Kreditkarten an. Ich bin der Überzeugung, dass ich keine neue brauche, winke ab und gehe weiter. Ein paar Tage später erzählt mir ein Freund, dass er bei einer Bank einen wesentlichen günstigeren Kreditkartenvertrag hat als ich. Ich informiere mich und erwäge einen Wechsel.

Neulich im Büro: Eine deutlich als Pressemitteilung gekennzeichnete Mail erreicht meinen Posteingang. Ich habe gerade keine Zeit für Unterbrechungen und lösche sie ohne reinzugucken. Eine Kollegin leitet mir am Nachmittag dieselbe Mail weiter mit dem Hinweis, dies könnte für mich interessant sein. Ich lese die Mail und klicke auf den weiterführenden Link.

„Mein Sohn hat noch nie eine Zeitung abonniert, er bekommt seine Nachrichten über Facebook, über Twitter, von Freunden. Von Leuten also, denen er vertraut.“
Jeff Jarvis, Medien-Professor an der City University in New York, Blogger und Buchautor („Was würde Google tun? Wie man von den Erfolgsstrategien des Internet- Giganten profitiert“)

Diese drei Beispiele sollen verdeutlichen, warum es für ein Unternehmen Gewinn bringend sein kann, sich in sozialen Netzwerken zu engagieren. Sie alle kennen Botschaften dieser Art: „Hast du schon diesen Eintrag bei PR-Blogger gesehen – könnte auch für dich interessant sein. Viele Grüße, Michael“. Relevanz entsteht im Netz durch Empfehlungen von Freunden. Und „Freunde“ im Netz finden Sie über soziale Netzwerke und die Partizipation darin.

Recommendations from personal acquaintances or opinions posted by consumers online are the most trusted forms of advertising, according to the latest Nielsen Global Online Consumer Survey of over 25,000 Internet consumers from 50 countries.

Allerdings gilt: Niemand in einem sozialen Netzwerk möchte dabei zuhören, wie Sie den ganzen Tag nur über Ihr Unternehmen „reden“. Das ist nicht anders als bei jedem anderen Zusammentreffen auch. Unternehmensberater Chris Brogan beschreibt diese Situation wie folgt: „This isn’t baseline advertising and marketing. You’re talking into a channel where people have gathered for different purposes. Some will be interested in your promotions. Others will reject them. Still others will rail against you for acting commercially in what they consider a sacred space. […] The trick is being able to promote without being „that guy“ (and yes, that includes women).

Dazu kommt, dass Nutzer im Netz neben Unterhaltung vor allem eines suchen: Informationen, und das schnell.

Sollten Sie also den Einstieg etwa bei Facebook oder Twitter in Erwägung ziehen, hören Sie zunächst einmal zu, was andere besprechen. Die passende Gelegenheit zum Einsteig in die Konversation wird sicher kommen. Geben Sie Tipps auch jenseits Ihrer Produkte, demonstrieren Sie durch Links Branchenkenntnis und – auf der Basis Ihrer Feedreader – gehen Sie gezielt auf Hilfe suchende Kunden zu.

Und wenn Sie dann irgendwann mal auf ein eigenes Projekt hinweisen – und diesen Hinweis mit der Frage verbinden „Was halten Sie davon?“, nimmt Ihnen das erstens kaum jemand übel, zweitens zeigen Sie, dass Sie den partizipatorischen Charakter des Internets begriffen haben und drittens bekommen Sie wertvolles Feedback einer – wie schon mehrfach erwähnt – interessanten und interessierten Zielgruppe.

Foto via Kris Hoet

Advertisements

From → Uncategorized

Schreibe einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: