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Onlinekommunikation: Neue Wege, alte Ausr??stung

26. Mai 2009

Lassen Sie sich vom aktuellen Hype um Twitter, Facebook und StudiVZ nicht aus der Fassung bringen: Im Grunde genommen sind diese netzbasierten Dienste nichts anderes, als ein weiterer Vertriebsweg für Ihre Kommunikationsarbeit. Genau so, wie Sie sich vielleicht vor zehn oder 15 Jahren überlegt haben, ob ein E-Mail-Newsletter für Ihre Arbeit Sinn macht, stehen Sie nun ein weiteres Mal vor der Entscheidung, ob Sie diese neuen Entwicklungen mitmachen wollen.

Sollten Sie der Meinung sein, diese nutzen zu wollen, können Sie sich zunächst getrost auf die Grundregeln verlassen, nach denen Sie sich auch bislang bei Ihrer Arbeit gerichtet haben. Denn die gelten online wie offline. Nach meinen Erfahrungen sind folgende Punkte bei der Kommunikationsarbeit universell:

  • Die Botschaft ist der Kern aller Kommunikationsarbeit.
  • Wenn es nichts zu sagen gibt, sagt man eben nichts.
  • Es ist klar, wen man ansprechen möchte.
  • Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler: Jede Zielgruppe bekommt eine für sie relevante Botschaft so verpackt, wie sie sie am besten weiterverarbeiten kann; sei es beim Journalisten die Übernahme „ins Blatt“ oder beim Konsumenten die Kaufentscheidung vor dem Regal.
  • PR-Produkte – ob Text, Foto oder Video – werden mit journalistischer Sorgfalt erstellt. Statistiken sollten nachgerechnet, Namen und Funktionen genannter Personen überprüft werden. Was auch immer an Texten, Bildern oder Videos rausgeht, wurde nach dem Vier-Augen-Prinzip abgenommen – von jemandem, der sich mit dem jeweiligen Kommunikations-Instrument auskennt.
  • Nochmal Abstand nehmen: Muss der Name des beauftragenden Unternehmens/dessen CEOs wirklich so oft in der Pressemitteilung/dem PR-Text/der Videobotschaft vorkommen?
  • Es wird jemand genannt, an den der Empfänger sich bei Rückfragen wenden kann.

Und beim „philosophischen Überbau“ gilt meines Erachtens: Kommunikationsarbeit orientiert sich – egal auf welchem Vertriebsweg – an SMART-Zielen. Diese tragen wesentlich zur Erreichung der Unternehmensziele bei.

Sicher ließe sich diese Liste noch ergänzen – tun Sie es doch bitte: Ich bin gespannt auf Ihre Tipps, die Sie mir in den Kommentaren hinterlassen. Deutlich wird aber hoffentlich der Grundsatz: Sie mögen sich zwar für neue Vertriebswege entschieden haben, die Standardausrüstung sollten Sie aber weiterhin dabei haben. Die Frage, welches der „trendy“, „hippen“ und „coolen“ Angebote Sie letztendlich nutzen, stellt sich ohnehin erst dann, wenn Sie sich auch über die Zielgruppe und deren favorisierte Ansprache – technisch wie sprachlich – im Klaren sind.

Bevor Sie jetzt durchatmen: Ich will Ihnen auch nichts vormachen. Vieles, was bislang in der Kommunikationsarbeit gegolten hat, gilt auf diesen neuen Vertriebswegen nicht mehr. Dazu im nächsten Posting mehr.

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